Leo-von-Welden-Schule

Im Innmuseum

Heimatgeschichte im Innmuseum

Die beiden 4. Klassen besuchten am 14.06.2016 zusammen mit Ihren Lehrerinnen Frau Waidhas und Frau Grottke und einigen Mamis das Innmuseum in Rosenheim. Während zwei sehr interessanter Führungen, parallel für jede Klasse, erfuhren wir allerhand über die Innschifffahrt und einige damit verbundenen ausgestorbene Berufe: mit „schoppen“ ist z. B. nicht der Einkaufsbummel gemeint, sondern das „Schoppen“ der Schiffsritzen mit drei Jahre lang getrocknetem Moos. Der „Binder“ war für die Herstellung von Seilen zuständig, der „Schäffler“ für die Fässer.

Die Schutzheiligen der Schiffsleute waren die Heiligen Nikolaus, Nepomuk, Leonhard und Erasmus. Dennoch wurden jährlich dem gefährlichen Inn sozusagen freiwillig drei Menschenleben geopfert, um ihn milde zu stimmen und nicht noch Schlimmeres anzurichten.

Das Modell eines Schiffszuges zeigte die beschwerliche Arbeit des Warentransports zur damaligen Zeit. 30 Pferde zogen die beladenen Schiffe flussaufwärts. Erst der Bau der Eisenbahn machte diese Form des Warentransports überflüssig.

Die Kinder wissen jetzt außerdem gut Bescheid über den Verlauf dieses Gebirgsflusses, vom Ursprung am Malojapass bis zur Mündung in die Donau bei Passau.

Nach der Führung gab es noch eine kurzweilige Pause am Ufer des Inns, wo uns ein „echtes“ Innschiff, beladen mit Fässern, als Rastplatz diente und einige Kunstobjekte zum Klettern einluden.innmus