Leo-von-Welden-Schule

Einladung der Praxisbetriebe

Praxistage- Konzept – seit 11 Jahren einzigartig

Schon das elfte Jahr in Folge führt die Leo –von Welden Mittelschule nun erfolgreich das Konzept der Praxistage durch. Dieses Konzept ist im Landkreis und weit darüber hinaus einzigartig.

Mittlerweile beteiligen sich daran 44 Betriebe und Unternehmen aus Bad Feilnbach und der nahen Umgebung. Alle Schülerinnen und Schüler, die in Bad Feilnbach die Mittelschule besuchen „schnuppern“ von September bis April jeden Freitag in die Arbeitswelt hinein. Immer drei Freitage in Folge sind die Schülerinnen und Schüler als Praktikanten in den Betrieben und nicht in der Schule. Sie bekommen einen guten Einblick in den Arbeitsalltag und in die Aufgabenbereiche. Im Unterricht wird dann regelmäßig reflektiert: Was habe ich gemacht? Was habe ich beobachtet? Ist der Beruf etwas für mich?

So hat die Klasse Ende der achten Jahrgangsstufe einen guten Einblick in acht verschieden Berufen erhalten. Im Vergleich dazu können Mittelschüler von anderen Schulen auf gerade einmal zwei oder drei Praktika zurückblicken.

Das Resultat des Praxistage-Konzepts kann sich sehen lassen: Betriebe und Unternehmen finden Lehrlinge, die in ihr Team passen, in der neunten Jahrgangsstufe hat die Hälfte der Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres eine Lehrstelle und die restlichen Jugendlichen wissen zumindest schon recht genau in welche Richtung es beruflich geht, oder eben auf keinen Fall gehen soll. Deshalb wird die Lehre nur ganz selten abgebrochen.

Damit das Konzept erfolgreich bleibt, ist der regelmäßige Austausch wichtig. Am vergangen Dienstag waren deshalb wieder alle Betriebe mit ihren Vertretern in der Schule zu Gast. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klasse zauberten unter der Führung von Soziales-Lehrerin Marita Metnar hierfür ein sehr ansprechendes kaltes Buffet, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei war. In der abschließenden Diashow mit Fotos von fleißigen Praktikanten in Arbeitsmontur fiel eines ganz deutlich auf, wie Schulleiterin Birgit Schmittlein feststellte: das stolze Lächeln unserer Schülerinnen und Schüler.

Für die Schule ist das Konzept ohne Einschränkung sehr gewinnbringend. Damit es das aber auch für die Betriebe bleibt, ist am Abend der Betriebe Raum und Zeit für Anregungen. „Oft nehmen die jungen Menschen unsere Angebote nicht ausreichend wahr, seien es die Berufsmesse in Rosenheim oder der Tag der offenen Tür der Berufsschule. Es kommt bei den Jugendlichen nicht an“, war einer der Einwände. Leider durchaus zutreffend. Aber die Praxistage, die kommen an, bei jedem einzelnen Schüler.

„Uns haben die Praxistage sehr geholfen, so dass wir jetzt wissen, was wir werden wollen. Ich beispielsweise weiß jetzt sicher, dass ich Zimmerer werden will. Ich habe einfach viel lieber Holz den ganzen Tag in der Hand als das kalte Metall.“, war die Aussage vonMaxi, dem Schülersprecher.